Singen, singen, singen...

Entstehung des Elternchores

Freitag, der 1. Mai 1987, Beginn der Jahrestagung der Eltern, Lehrer und Schüler in unserer Schule. In der Aula: Zusammenkommen der Teilnehmer, es herrscht eine muntere und beschwingte Stimmung, Kommen und Gehen, Lachen und Plaudern und vorne am Klavier macht sich ein junger Mann zu schaffen, klimpert eine Melodie, schaut ins Publikum und summt dabei leise vor sich hin. Dann fordert er mit sanften Gesten das Publikum auf, mit zu summen; und nach und nach stimmen alle ein und so lernt man schnell “By the rivers of Babylon” bis zum vierstimmigen Kanon.

Neben diesem morgendlichen Singen gab es auch die Probe eines spontanen Chors. Hier wurden “Yesterday” und “Mädchen saß am Brünnlein” bis zur Konzertreife geprobt, die am folgenden Tag unter Beweis gestellt werden durfte.

Wie das Singen mit diesem jungen Mann allen Teilnehmern so vie Spaß und Freude gemacht hatte, kamen die Teilnehmer des Workshops wie auch die Zuhörer auf die Idee: “Wäre das nicht ein Musiklehrer für unsere Schule?” Und nach den Sommerferien war er dann auch wirklich als Musiklehrer Teil des Kollegiums: Kolja Zimowski. Heute wird er tatkräftig unterstützt von seiner Frau Sonja; und ohne sie wäre der Chor auch gar nicht mehr denkbar.

Er brachte dann auch gleich die Idee eines Elternchores in die Schulgemeinschaft – zugegebenermaßen auch nachdem er von einigen Eltern ermuntert worden war – und am 13. April 1988 fand sich zum ersten Mal ein Grüppchen sangesfreudiger und -begeisterter Eltern im Musiksaal zusammen. Immerhin haben 20 Mitglieder des Chores diesem bis heute die Treue gehalten.

Klar, wir sind alle ein wenig älter geworden. Der eine oder andere hat das Singen auch aufgegeben oder aufgeben müssen. Aber glücklicherweise wachsen aus der aktiven Schulgemeinschaft immer wieder neue Kräfte nach. So haben wir nach wie vor ca. 120 Menschen aus der ehemaligen und aktiven Elternschaft, aber auch einige – ehemalige – Zuhörer, die als Freunde der Schule seit vielen Jahren bei uns mitsingen.

Seit 1988 stellen wir die Ergebnisse unserer Arbeit in öffentlichen Konzerten vor. Es seien an dieser Stelle exemplarisch nur einige genannt: Mendelssohn “Elias”, Kodaly “Psalmus Hungaricus”, Mozart “Messe in C”, Bach “Weihnachtsoratorium”, Wiliams “Dona nobis pacem” oder Orff “Carmina Burana”. Man sieht: Ein bunter Reigen aus der Musikgeschichte; vom Barock bis zum Heute.

Geprobt wird jeweils am Mittwoch um 19.30 Uhr im Musiksaal. Wir heißen Jedermann und – natürlich auch – jede Frau herzlich willkommen. Die Argumente “ich kann nicht singen” “oder ich kann kein Noten lesen” lassen wir nicht gelten. Bis jetzt hat keiner den Chor verlassen, oder gar verlassen müssen, weil er eines dieser beiden Kriterien nicht erfüllt hat.

Also: Nur Mut. Wir freuen uns auf Sie!!!

Ansprechpartner
Frau und Herr Zimowski (L)