Waldorfabschluss in der zwölften Klasse

In der 12. Klasse werden Themen und Arbeitsfelder aus der Oberstufenzeit zum Abschluss gebracht, mit denen sich die Schüler individuell auseinandersetzen und so neue Anregungen für zukünftiges Handeln erhalten.
Die Kunstreise verdichtet in der Begegnung mit der Architektur und Malerei das in den Kunstgeschichtsepochen Erlernte, indem sie umbauten Raum in seiner Geschichte und Gestaltung erfahrbar macht.
Im Zusammenhang mit der fachvertiefenden Arbeit wählt sich jeder Schüler ein wissenschaftliches, praktisches oder künstlerisches Thema, das er eigenständig ausarbeitet und in einem Referat sowie im Rahmen einer Ausstellung der Schulgemeinschaft präsentiert. Er lernt so, was es heißt, für die eigenen Ideen Verantwortung zu übernehmen und sie in einem Arbeitsprozess zu verwirklichen, dabei am Ball zu bleiben und Schwierigkeiten kreativ zu meistern.
Anforderungen an prozessorientiertes Lernen stellt auch das Theaterprojekt, das häufig fächerübergreifend Schauspiel, Tanz und Musik integriert, während die Fachgebiete Malen, Tischlern und Schneidern zur Konzeption und Ausführung von Bühnenbild und Kostümen beitragen. Hier heißt es Initiative entwickeln, kreatives Potential wachrufen und in Verantwortung für die Gemeinschaft handeln.

Jahresarbeiten

Die Schulzeit wird beendet mit den verschiedenen Abschlussarbeiten in der 12. Klasse (Jahresarbeiten):

In vielen Fächern erlangen die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über das bisher Erlernte und vertiefen sich in dem Rahmen einer Jahresarbeit (auch fachvertiefende Arbeit genannt) in ein Themengebiet ihrer Wahl, zu dem sie Ergebnisse zeigen und eine öffentliche Präsentation halten. Auch künstlerische Abschlüsse und eine Architektur-Studienreise gehören zur 12. Klasse.

Neben dem allgemein bildenden Angebot mit Wahlmöglichkeiten gibt es auch eine 12. Klasse, die die Berufsvorbereitung durch ausgedehnte Praktika außerhalb und innerhalb der Schule in den Mittelpunkt stellt. Sie ist für Schülerinnen und Schüler gedacht, die sich bewusst gegen das Abitur entscheiden und nach der 12. Klasse eine Berufsausbildung ergreifen.
Die anderen Schülerinnen und Schüler können sich im Laufe des 12. Schuljahres durch entsprechende schulische Leistungen für den Abiturvorbereitungskurs in Klasse 13 profilieren.