Freuen, freuen, freuen...

Die Monatsfeier ist in gewissem Sinne das „Herz” der ganzen Waldorfpädagogik; die Klassen zeigen einander und den Eltern, was sie im Unterricht gelernt haben (Gedichte, Lieder, kleine oder größere Spiele, Auszüge aus dem Eurythmieunterricht…).
In unserer modernen Zeit, die zu immer größerer Effektivität zwingt und durch die Menge der Erlebnisse unsere Aufmerksamkeit immer stärker in Anspruch nimmt, wird es zunehmend schwieriger, sich für die Tätigkeit und Probleme des Mitmenschen wirklich zu interessieren.
Die Monatsfeier einer Waldorfschule ist ein Übungsfeld für dieses Interesse. Die Älteren lächeln, wenn sie in den Darbietungen der unteren Klassen Motive wiedererkennen, mit denen sie selber einst gearbeitet haben. Die Jüngeren empfinden vor den Leistungen der höheren Klassen manchmal wirklichen Respekt und erfahren dabei, dass auch sie einmal diese Dinge können werden. Für die
18- bis 19-jährigen ist die Monatsfeier vor allem eine Rückschau, für die ganz Kleinen eine Vorschau. Für die Schüler der Mittelstufe ist sie beides zugleich. Im Dasein einer Schule gibt es wohl kein besseres Mittel, die Schüler, Eltern und die Lehrer über das tägliche Leben in den verschieden Klassen zu orientieren, als gerade die Monatsfeier.