SCHULBLATT
05/2022

editorial

Liebe Eltern, liebe Kolleg:innen und Schüler:innen, liebe Freunde der Wandsbeker Rudolf Steiner Schule,

es ist einiges passiert in den letzten Wochen! Wie herrlich – wir können wieder einfacher zusammenkommen, es gab etliche Veranstaltungen in ungewohnt großem Format, wir haben zusammen Kuchen gegessen und unser Jubiläum gefeiert …
Das waren schöne und beseelende Begegnungen. Lesen Sie, was uns bewegt hat!

Noch ganz beschwingt grüßt herzlich
Kira Jensen

PS.: Die kleine Reise durch die Schulgeschichte wird im nächsten Newsletter fortgesetzt. Dieser bietet wohl dennoch ausreichend Lesestoff…

was diesen Monat wichtig ist

Termine

DO, 02.06., 19.00 Uhr
Zukunftswerkstatt

DO, 02.06., 20 Uhr
Elternvertreter-Treffen

FR, 10.06., 20.00 Uhr und SA, 11.06., 19.00 Uhr
Hexenjagd – Klassenspiel der 12b

FR, 24.06., 20.00 Uhr und SA, 25.06., 19.00 Uhr
Punk Rock – Aufführung der Klasse 10b

SA, 02.07., 16.00 Uhr
Sommerkonzert der Mittelstufe

Alle Termine finden Sie unter https://waldorfschule-wandsbek.de/termine/


Zukunftswerkstatt und Elternvertreter-Treffen

Liebe Eltern und liebe Oberstufenschüler:innen,

 100 Jahre Waldorfschule Wandsbek – da gibt es doch eine Menge drüber zu philosophieren?! Dafür starten wir eine “Zukunftswerkstatt”, in der alles gedacht und gesagt werden darf und soll, was die Zukunft der Schule anbelangt. Ihr habt Ideen, Anregungen oder wollt einen Workshop anbieten? Dann könnt Ihr hier Mitdenker:innen und Mitmacher:innen finden – oder sie einfach mitbringen! Der Auftakt der Zukunftswerkstatt wird am 2. Juni von 19 – 20 Uhr vor dem Treffen der Elternvertreter im Handlungsraum stattfinden – kein festes Konzept, kein fester Plan: der Raum ist da, kommt und lasst uns gemeinsam über das Bild unserer Schule in der Zukunft sprechen – wir freuen uns über alle, die kommen. Herzlich willkommen!

UND:

es gibt eine Neuerung in der Elternarbeit! Wir haben auf dem Treffen der Elternvertreter beschlossen, diese Runde für alle Interessierten zu öffnen. Das bedeutet: wenn Euch ein Thema interessiert oder Ihr eines zur Sprache bringen möchtet, dann kommt Ihr einfach dazu. Meldet Euch dazu bitte kurz unter elternrat@waldorfschule-wandsbek.de an. Das nächste Treffen findet am 2. Juni um 20:00 Uhr im Handlungsraum statt. Die Folgetermine finden in der Regel am vorletzten oder letzten Donnerstag im Monat statt und werden in Zukunft hier im Schulblatt veröffentlicht. Mehr Informationen und die aktuellen Themen bekommt Ihr über Eure Elternvertreter in den Klassen. Herzlich willkommen!

Eure Elternräte Elisabeth Böttcher und Jannik Büchler


Hexenjagd
Theaterstück der 12b

Junge Mädchen werden nachts beim verbotenen Tanz im Wald entdeckt. Was als Spiel beginnt, wird bitterer Ernst. Die Mädchen sind dankbar für die Ausrede, es sei ein Akt der Verhexung gewesen. Sie bekommen dadurch als Kämpferinnen gegen den Teufel die Macht, tödliche Beschuldigungen auszusprechen. Wer gesteht, macht sich selbst zur Hexe, wer bei der Wahrheit bleibt, wird gehängt.
Der von Aberglaube, Rache, Machtgier und Angst genährte Wahn nimmt seinen Lauf…

Die Klasse 12b lädt Sie herzlich ein, Zeugen dieser ungeheuerlichen Vorgänge zu sein!


Punk Rock
Ein englisches Theaterstück der Klasse 10b (ab 14 Jahre)

In dem topaktuellen Stück passiert das, was überall passieren könnte… Zu sehen ist der Alltag britischer Schülerinnen und Schüler, der nach einiger Zeit außer Kontrolle zu geraten scheint.
Die Aufführungen sind am Freitag, den 24. Juni um 20.00 Uhr und am Samstag, den 25. Juni um 19.00 Uhr im Gymnastiksaal der Rudolf Steiner Schule Wandsbek.

was wir erlebt haben

Rückblick: Endlich mal wieder den Monat feiern

Sind Sie auch nachts um 2:00 Uhr aufgestanden, um sich über das Onlineportal einen Platz in der Aula am 23.04. zu sichern? Ich kenne jemanden, der das gemacht hat!
Allerdings gab es sicherlich auch Elternhäuser – gerade der kleineren Klassen – , die noch gar nicht wussten, was denn so eine „Öffentliche Monatsfeier“ an einem Samstagvormittag ist, denn wann war die letzte….?

Die Sonne schien durch die großen Fenster der vollbesetzten Aula, als die Klassen der Unter- und Mittelstufe mit Beiträgen aus den verschiedenen Unterrichten das wohlwollende Publikum vergnügten.
Es gab Kreistänze, gesungen, getanzt, auf russisch und auch noch fremder, mit und ohne Tüll-Tuch; eine vierte Klasse sang mehrere Lieder, die eigentlich nicht zusammen gehören und trotzdem sehr gut zusammen klangen; Eurythmie war in ganz verschiedenen Facetten zu bewundern – Wasserfälle, Brunnenformen, Fünfstern-Verschiebungen, archaische Bewegungen aus alten Kulturen – ; man konnte sehr gut nachvollziehen, wie es ist, wenn gemeine Wühlmäuse von einer Wurzel soviel wegknabbern, dass nur noch ein „rz“ übrig bleibt; wozu die kleinen farbigen Säckchen mit Reis so alles gut sind, jetzt weiß man es; zwei kraftvolle Balladen wurden rezitiert und wer ahnte, dass das französische Konjugieren von Verben besonders im Bistro gut funktioniert?
Ein kleiner, aber so kraftvoll gesungener Kanon von der sechsten Klasse zum Ende war allen Geflüchteten gewidmet. Wie gut sich das alles anfühlte.

Don Carlos
Don Carlos

Wunderbare 80 Minuten waren das, danach noch ein Plausch mit einem Becher Kaffee und einem Stück Kuchen auf dem Schulhof hätten den Vormittag noch abgerundet, das planen wir dann fürs nächste Mal und vielleicht gelingt es dann auch mal wieder, eine Oberstufenklasse auf einer Monatsfeier zu sehen, aber die hatten ja nun gerade die zwei großen Konzerte hinter sich. Ich kann es durchaus verstehen, dass man dann nicht nochmal am Samstag kommen möchte….!

Jörn Rüter


Rückblick: Auftakt unseres Jubiläums

100 Jahre gibt es unsere Schule – selbstredend, dass wir das gebührend feiern wollten.
Am 28. April war es dann so weit und wir haben gleich den ganzen Tag gefeiert:
Am Vormittag mit einer großen und bunten Feier in der Aula, zu der alle Klassen und Kolleg:innen zusammenkamen. Da man „zum Feiern auch Gäste einlädt“, wie Herr Rüter sagte, sprach Herr Christof Wiechert aus den Niederlanden zu uns. Seine fröhliche Persönlichkeit begeisterte alle! Die Unterstufenschüler:innen sprach Herr Wiechert im Herzen an. Sein Appell an die Oberstufe hingegen war eindringlich: die Zukunft der Erde hängt davon ab, was die Menschen mit ihr tun. Anschließend gab es in den Klassen für alle Geburtstags-Muffins zum Schlemmen.
Am Nachmittag erwartete die Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen eine riesige Torte – so etwas gibt es bestimmt nur einmal in 100 Jahren!

Don Carlos
Don Carlos
Don Carlos
Don Carlos

Danach kam Herr Wiechert mit dem Kollegium ins Gespräch. Er forderte dazu auf, dass wir uns bewusst machen: Was sind unsere wirklichen Wurzeln? Warum unterrichten wir in genau dieser Art? Welche Aufgaben haben wir in der Zukunft? Ein Aspekt dabei sei, Gesundheitsbedingungen für das Leben zu schaffen, das Heilende in der Erziehung weiter zu entwickeln.
Abends durften wir schließlich mit Eltern und ehemaligen Kolleg:innen einen köstlichen Imbiss einnehmen, uns innig begegnen und gemeinsam den Worten von Herrn Wiechert lauschen, was die Aufgabe der Waldorfschule in den kommenden Jahren sein kann und sollte – kurz gesagt: die Integration von Kopf, Herz und Händen. Darüber hinaus forderte er eine Regeneration unseres Bezuges zur Erde, zur Gesundheit, zur Erziehung und zum Wirtschaftsleben. Die Beziehung zur sozialen Umwelt solle gestärkt werden. Bereichert wurden seine ergreifenden Worte durch eine eurythmische Darstellung der 12. Klasse sowie unseres Grundsteinspruchs durch das Eurythmiekollegium.

Was für ein Feiertag! Getragen durch das Feierliche, durch ein Bewusstsein an das Vergangene wie auch an das Zukünftige, durch freudige Begegnungen, durch das Gemeinsame – das hat die Seele genährt! Ein herzlicher Dank an alle Mitwirkenden!

Kira Jensen

Klasse 10b


Rückblick BERT – ein riesiges Dankeschön

Liebe Helferinnen und Helfer unserer BERT-B’SEELT!

Ich möchte mich noch einmal von ganzem Herzen bei Ihnen und Euch bedanken! Dank Ihrer und Eurer Unterstützung war die Tagung ein voller Erfolg! Ihr und Euer Einsatz, ob bei den Vorbereitungen und Absprachen im Vowege der Veranstaltung, beim Streichen der Mensa, beim Begrüßen der Gäste, beim Aufbau des Buffets, des Marktplatzes und der Workshopräume, beim Dekorieren der Mensa, bei der Zubereitung des leckeren Essens, beim Kaffee kochen und Kuchen backen, beim Tassen- und Geschirrberge spülen, beim Wege weisen im Schulgebäude, beim Ordnung halten und Aufräumen, beim Musizieren und beim Übernehmen der vielen weiteren kleinen und größeren Aufgaben, haben dazu beigetragen, dass unsere Gäste eine schöne Zeit hatten. Und hoffentlich hat es Ihnen und Euch auch gefallen und Sie bzw. Ihr konntet die Begegnungen genießen! Einen umfassenden Bericht können Sie/könnt Ihr hier https://bundeselternratstagung.de/ nachlesen!

Viele herzliche Grüße,
Lisa Hellberg

unsere schule - was hier wächst

Martha und Emily, 4b

Bericht: Ghosts at the castle, Klasse 5a

Ende April haben wir, die Klasse 5a, das englische Theaterstück „Ghosts at the Castle“ aufgeführt. Es geht darum, dass Brian Happydale Julie McPhantom heiraten will. Doch auf der McPhantom Familie liegt ein Fluch, denn vor hundert Jahren hat Lady Beryl ihren Mann – einen Tag nach der Hochzeit – ermordet. Seitdem sterben alle ersten Männer der McPhantom Ladies. Die Dorfbewohner wollen Brian warnen, doch er hat keine Angst. Als Lady Emily (Julie‘s Mutter) ihn in der Nacht holen will, nimmt er sie nicht ernst und bricht damit den Fluch.

Don Carlos
Don Carlos

Ich finde, es hat Spaß gemacht, die Leute zum Lachen zu bringen, und ich würde alles genauso nochmal machen.

Selma Giesbert, 5a


Bericht: Das Feldmesspraktikum der 10a

Foto: Marlene Ohlendorf

Für die 10a Solvej Selzer und Silja Döring

Bevor wir unser Feldmesspraktikum überhaupt antreten konnten, hatten wir bereits eine erste Hürde zu nehmen: Von einem Tag auf den anderen erkrankten die Lehrkräfte, die uns begleiten wollten, und zwar allesamt. Jedoch fanden sich schnell engagierte Lehrer/Eltern, die sich anboten, uns zu begleiten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Herr Ndeguel, Herrn Zinn und auch Frau Bogen! Wir wissen, dass ein solch schnelles Handeln nicht selbstverständlich ist.

So war es also doch möglich, am 19. April 2022 in Richtung Dänemark aufzubrechen. Nach knapp sechs Stunden Fahrt per Reisebus erreichten wir unsere Unterkunft auf der kleinen, dänischen Insel Venø am frühen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein, der die gesamte Woche nicht verschwinden wollte.

Überrascht und freudig waren wir alle über dieses Sommerwetter – die meisten von uns hatten mit Wind und Nieselregen gerechnet. Die acht Tage auf Venø brachten allesamt viel Abwechselung und neue Erfahrungen mit sich, während der Tagesablauf jedoch meist gleich blieb. Frau Bogen kochte mit jeweils einer Dreiergruppe unaufhörlich in der Küche, die anderen Schülerinnen und Schüler vermaßen mit Frau Schultz und Herrn Ndeguel an der Unterkunft und am nahen kleinen Hafen. Hierbei nutzten wir Theodoliten und Winkelprismen für die Vermessung. Mit den Theodoliten lernten und vollbrachten wir die Grobvermessung (Anpeilen von Messstangen, gesteckt zu einem Polygon) und mit den Winkelprismen die Feinvermessung (Ermittlung des Rechten Winkels eines Gegenstandes zur Strecke). Aus den Messergebnissen fertigte jede:r Schüler:in zwei Karten.

Don Carlos

Foto: Celina Plön

Don Carlos

Foto: Silja Döring

Über die 8 Tage hinweg begleitete uns, sonderbarerweise, das Lied „Theo mach mir ein Bananenbrot“, das bei fast jedem zu hören war, wenn sich zum Beispiel der Hunger meldete oder die Winkel mal einfach nicht zusammenpassen wollten. Dieser Ohrwurm erreichte alle, sodass selbst die Lehrkräfte und Begleitpersonen anfingen, das Lied zu pfeifen. Die reichlich schönen Sonnenuntergänge, die gemeinsamen Kartenspiele und die Lagerfeuer abends und nachts an dem direkt an die Unterkunft angrenzenden Strand, stärkten das Gemeinschaftsgefühl der Klasse noch einmal sehr, und wir sind dankbar, die Möglichkeit gehabt zu haben, genau an diesem Ort unsere Praktikumszeit zu verbringen. Denn durch all diese zahlreichen, schönen Erlebnisse rückten mit der Zeit auch die, nun ja, etwas „unmodernen Schlafräume“ und die ungewöhnlich vielen Zecken und Spinnen in den Hintergrund. Unser großer Dank geht an Frau Schultz, Frau Bogen, Herrn Zinn und Herrn Ndeguel dafür, dass sie es mit uns ausgehalten haben. Aber ebenso ein Dankeschön an Frau Müller, die trotz ihres kurzfristigen Ausfalls die organisatorische Leitzentrale von zu Hause aus darstellte. Am Ende der Reise freuten sich alle über das Wiedersehen mit Busfahrer Martin, der uns schon auf der Hinfahrt mit dänischer Esoterikmusik beglückt hatte, weil wir keinen anderen Radiosender ausfindig machen konnten. „Bus-Martin“ hatte sich jedoch für die Rückfahrt musikalisch vorbereitet: Danke Martin!

Rückblickend können wir sagen, dass wir eine wirklich schöne gemeinsame Zeit in Dänemark verbringen konnten und dass wir alle viel über die Vermessung, aber auch viel Wertvolles über das menschliche Beisammensein, mit all seinen Facetten gelernt haben.

(Klassenbetreuerinnen Frau Müller/Frau Bogen)
Für die 10a Solvej Selzer und Silja Döring


Bericht: Und plötzlich heißt Du Sara, Klasse 9a

Die 9a hat es geschafft, das ausgefallene 8. Klass-Spiel nun durch ein 9. Klass-Spiel zu ersetzen, was in nur 2,5 Wochen Probenzeit zu einem sehr schönen Theatererfolg wurde. Die Aufführungen fanden am 06./07.05. statt.

Ein berührendes Stück, das einen trifft und mitnimmt. Herausragende Stimmen, die als Chor einem besonders unter die Haut gingen. Das Bühnenbild war wunderbar minimalistisch und die Kostüme eine Zeitreise. Trotz der dramatischen Geschichte gab es so viele schöne Momente auf der Bühne. Ein sehr gelungenes Klassenspiel!

M. Struve

Don Carlos
Don Carlos


Bericht: Endlich wieder in Tansania

Sonja Zimowski

Schon seit 2 Jahren mussten wir pandemiebedingt unseren Besuch bei unserer Partnerschule ELU in Morogoro verschieben und freuten uns nun entsprechend sehr, im März dort drei sehr intensive und wunderschöne Wochen verbringen zu können. Die ELU School wird in diesem Jahr 25 Jahre alt!

Unsere Reise begann zunächst einmal mit sehr gemischten Gefühlen: der negative PCR Test wurde plötzlich zu einer Hürde, als in der Schule immer mehr Menschen um uns herum positiv getestet wurden, der plötzliche Krieg in der Ukraine, für uns privat die Situation, dass unser Schwiegersohn Valentin spontan nach Rumänien musste, um seine 6 Verwandten aus Kiew abzuholen (schnell noch den Bus der Christopherus-Schule organisiert, Gästezimmer vorbereitet) – und das, wo eigentlich Vorfreude angesagt gewesen wäre!
Dann ging es aber los und wir waren innerlich sehr schnell sehr weit weg.

alle Fotos aus Tansania: Sonja Zimowski

Als wir dann in Dar es Salaam ankamen und Erasto uns gegenüber stand, war es so vertraut, dass dann die große Freude auch ihren Platz fand. Eigentlich wollten wir das Busfahren vermeiden und dachten, er würde uns mit dem Auto abholen – aber mit dem Taxi ging es nur bis zum Busbahnhof, und dann war alles so wie immer: voll, laut, heiß, Menschen über Menschen. Corona war schlagartig vergessen und so blieb es auch, bis wir zur Rückreise am Flughafen wieder eine Maske aufsetzen mussten. Was haben wir alles erlebt in diesen 3 Wochen!

Am späten Abend kamen wir dann endlich Zuhause an und es fühlte sich sofort wieder so herrlich vertraut an – abgesehen davon, dass die Kinder von Erasto und Happy natürlich 4,5 Jahre älter sind! Glücklicherweise konnten wir mit einem Wochenende starten, d.h. erst einmal die Stadt neu erkunden (wo sich kaum etwas verändert hat), spazieren gehen, in Ruhe eine „Tangawiza“ trinken, mit den Kindern vertraut werden, mit Happy und Erasto klönen. Am Sonntag gab es dann eine erste Probe mit den Freunden der Majestic Free Group und Msimbe. Was für ein Wiedersehen! Auch hier sehr schnell wieder ein sehr vertrautes Miteinander – und kraftvolles, unbeschwertes Singen!

Montag dann das Wiedersehen mit der Schule. Natürlich sind die Kinder entsprechend älter (oder neu), einige alte Kollegen weg, andere junge Kollegen neu, aber die gesamte Stimmung freundlich, warm, vertraut wie wir es kennen. Erstes Projekt: die 21 Geigen putzen, Bogenhaare waschen, Saiten erneuern, reparieren bis alle wieder spielbereit waren. In der Secondary School Form 2 gibt es noch die Geigengruppe, die 2017 mit mir angefangen hat, dann mit Lovisa, Marlene, Mika, Louise, Luisa und Paula, Miriam und Leah (und vielleicht noch mehr) und natürlich mit Msimbe weiter geübt haben und ziemlich gut spielen kann. Leider sind die beiden Schulzweige doch so relativ getrennt voneinander, dass die Großen ihr Können nicht an die Kleinen weiter geben können.
Ab Dienstag haben wir dann 4 neue Gruppen (Klasse 3 – 6) mit je 6 Kindern angefangen, die dann täglich bei uns Unterricht hatten und richtig viel geschafft haben, was sie am letzten Freitag in einem kleinen Abschlusskonzert vorspielen konnten. Die „Großen“ durften immer am Nachmittag kommen, sogar 2 ehemalige Schülerinnen haben sich dazu gesellt.

Don Carlos
Don Carlos
Don Carlos
Don Carlos

Das Musizieren und vor allem das Geigespielen wird so dermaßen freudig angenommen, dass man nur staunen kann. Außerdem haben wir uns bemüht, in fast jede Klasse einmal wenigstens hinein zu gehen, um etwas über Hamburg zu erzählen, Fragen zu beantworten, ein Lied zu singen. In den Frühstücks- und Lunchpausen gab es viel Zeit für Gespräche mit den Kollegen. Uncle Dady ist jetzt der Headmaster der Primary School, was einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht hat. Die jungen neueren Kollegen wirken sehr engagiert und frisch.
Ich habe alle unsere 30 „Patenkinder“ persönlich kennengelernt, ein bisschen mit ihnen gesprochen, Fotos gemacht und so versucht den Kontakt zu vertiefen.

Mit Erasto konnten wir endlich einmal ganz in Ruhe unsere Vereinsarbeit besprechen, wobei wir festgestellt haben, dass das schriftlich per Mail einfach so nicht zu vermitteln war. In diesem Zusammenhang konnten wir jetzt ganz konkret den Bau eines Mädchen-Schlafsaales anschieben, der nun direkt losgehen soll. Der Platz auf dem Grundstück hinter der Secondary School ist ausgesucht, die Haufen mit Ziegelsteinen liegen schon da, Zeichnungen und Kalkulationen wurden schnell erstellt – und los geht’s! Wir sind gespannt. Erasto kann damit die monatliche Miete für das bisherige Schlafhaus außerhalb sowie einen Schulbus einsparen. Außerdem bekommt Msimbe jetzt einen – wenn auch kleinen – aber eigenen Musikraum, worüber er (und wir) sich sehr freut. Denn an der Heimatlosigkeit seiner Arbeit litt er sehr und vieles blieb so liegen. Abends dann Besuche bei Kollegen, Treffen mit den anderen Bekannten, Besuch bei Schwester Claudia in St. Thomas (wo wir mit dem Chor gewohnt hatten), Sonntag Musik in der Kirche, Probe mit der Majestik Free Group, unsere geliebten Abendstimmungsspaziergänge, und immer wieder sehr angeregte Gespräche zu Hause.

In unseren letzten drei Tagen am Ozean konnten wir dann noch Blandina und Salome treffen, die in Dar es Salaam jetzt Medizin studieren, und einen schönen Tag mit ihnen verbringen. Wir sind gespannt, ob sie das alles schaffen werden! Zwischendurch dachten wir mehrfach, es sei einfach zu kurz, aber es war doch wirklich sehr reich an Erlebnissen, Begegnungen, Gefühlen.
Wir konnten die Erfahrung machen, dass man (wieder) unproblematisch und sicher nach und in Tansania reisen kann und wir hoffen auch bald wieder unsere Freiwilligen dahin vermitteln zu können. Am 23. Juli 2022 feiert ELU ihr Silberjubiläum!

Don Carlos
Don Carlos

sammelsurium

Gesammeltes und Anzeigen

Foto: Gabriele Farr

Immer gut angezogen
 
Liebe Schülerinnen und Schüler und liebe Eltern,

nun kann man sie bestellen, die T-Shirts und die Hoodies mit unserem “100 Jahre” Logo auf der Rückseite, die man auch nach den ganzen Feierlichkeiten noch sehr gut tragen kann, denn die Kleidungsstücke sind aus biologischer Baumwolle und haben eine Top-Qualität. Beide Oberteile sind erhältlich in den Kindergrößen 7/8, 9/10, 11/12 und in den Erwachsenengrößen XS, S, M, L, XL.

Den Hoodie gibt es in einem schönen bordeauxrot. 
Die T-Shirts gibt es in den zwei Farben bordeauxrot und königsblau.
 
Preis Hoodie (Kinder): 25-30,- € voraussichtlich (hängt von der Bestellmenge ab)
Preis Hoodie (Erwachsene): 35-40,- € voraussichtlich (hängt von der Bestellmenge ab)
Preis T-Shirt 15-20,- € voraussichtlich (hängt von der Bestellmenge ab)

Alle Klassenlehrer:innen und Klassenbetreuer:innen haben Formulare und freuen sich über zahlreiche Bestellungen.

Don Carlos
Don Carlos


Liebe Schulgemeinschaft,

ich suche dringend eine 1,5 – 3-Zimmerwohnung oder ein kleines Häuschen. Ideal wäre ein Garten, in dem ich gerne ökologisch arbeite und eine gute Anbindung, am liebsten in der Nähe der U1. Ich bin ehemalige Waldorfschülerin und jetzt im Moment noch Studentin an der Musikhochschule Hamburg im Aufbaustudium nach meiner künstlerisch-pädagogischen Ausbildung bei MenschMusik Hamburg mit dem Hauptfach Cello. Neben dem Studium unterrichte ich Cello – auch drei Schüler:innen von Ihrer Schule. Ich bin ein ruhiger und verantwortungsbewusster Mensch und verbringe meine Zeit gerne in der Natur oder bei handwerklich-künstlerischen Tätigkeiten.

Mit herzlichem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung, 
Irmelin Podszus (irmelin.podszus@web.de)


Wir suchen für unseren Sohn (2. Klasse) eine:n Schüler:in der/die sich etwas dazuverdienen und ihn auf dem Schulweg (insbesondere Rückweg ab ca. 16 Uhr) begleiten möchte. Wir wohnen in Barmbek an der U3 Saarlandstraße. Wir freuen uns auf Deine Nachricht.

Janina Schaumann (janina.schaumann@gmail.com)


Konzertabend mit Véronique Elling in der Rudolf Steiner Schule Nienstedten
 
Un voyage à Paris – lasst uns zusammen nach Paris reisen! 
Die Chanson-Sängerin Véronique Elling entführt uns in die faszinierende Stadt an der Seine. Die Stadt der Liebe! In Literaturausschnitten und Liedern zaubert sie die besondere Stimmung der Stadt auf die Bühne. Dabei wird sie von ihrem Ensemble, dem Akkordeonisten Jurij Kandelja, dem Pianisten Henrik Giese und dem Cellisten Amadeus Templeton begleitet.
 
Termin: 19.5.22, 18:30 Uhr
Karten zu 10€ (Schüler) und 15€ (Erwachsene) sind unter: veranstaltung@waldorfschule-nienstedten.de zu reservieren. Wenn Sie mehrere Karten bestellen, nennen Sie bitte jede einzelne Person namentlich. 
 
In Vorfreude auf einen schönen gemeinsamen Konzertabend grüßen Sie herzlich,
Kristin Kannenberg und Anne May

schulschnack

“Das einzige sinnvolle Warum ist immer die Liebe, und das ist das Schöne an Waldorfschulen, dass es davon hier so viel gibt. Was vielleicht noch mehr werden könnte, ist – Leichtigkeit.”
Thomas Baschab zur Eröffnung der BERT, aufgeschrieben von Theresa Große


“Geist ist nie ohne Materie. Materie ist nie ohne Geist.”
Christof Wiechert bei der 100 Jahre Auftaktveranstaltung, aufgeschrieben von Kira Jensen


Du bist mein Sohn, aber ich bin nicht Dein Vater. Wer bin ich? – rettuM enieD –
Ruby Galke, 4a

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Unter der Mailadresse newsletter@waldorfschule-wandsbek.de erreichen Sie unser Redaktionsteam. Wir freuen uns über Anekdoten, Rückmeldungen, Anregungen – am Besten immer zum 10. des Monats, damit es im nächsten Newsletter erscheinen kann!

Redaktion Kira Jensen / Maret Rittmüller / Theresa Große
Technik Peter Bickel
Fotos soweit nicht anders angegeben: Mathias Kircher bzw. von der Redaktion
Kontakt newsletter@waldorfschule-wandsbek.de